Ausschnitte aus der Patentschrift DE 19946243.7-51
des Deutschen Patentamts:
Der übliche Kopf, Hülse oder auch Resonator genannt, ist ein ca. 3,5 Gramm
schweres, aus Messing, Silber, Kupfer oder auch aus anderen Legierungen
bestehender Einsatz, in den das Oboenrohr eingesteckt wird.

Eine Oboe mit einem gewichtigeren Resonator besitzt einen Klang größerer
Klarheit, der besonders rein ist. Die Oboe schwingt in allen Registern besser
durch, hat sich gegenüber den nach dem Stand der Technik bekannten
Oboeninstrumenten tonlich besonders im ff, im pp, im Blasverhalten bei
Tonbindungen und in der Ansprache wesentlich verbessert. Die durch das Oboenrohr
erzeugten Schwingungen können schneller in das Instrument und dessen
Vibrationssäule übertragen werden.
Es
gibt kaum einen Bestandteil des Oboeninstruments, der keinen Einfluss auf die
Farbgebung des Tones und dessen Klangqualität hat. So ist z.B. auch die Wahl des
Holzes beim Bau eines Oboeninstruments von erheblicher Bedeutung - "für das
Oberstück sollte eher hartes Holz verwendet werden, da dieses die Resonanz
bildet" (Zitat von Karl F. Golde, Instrumentenmacher, gest. 1873 in Dresden)
Ferner haben Erfahrungen mit Oboisten gezeigt, dass die Musikerin/ der Musiker
deutlich weniger Zeit dem Rohrbau widmen muss.